Prostate Cancer Outcomes – Compare & Reduce Variation in DKG- zertifizierten Prostatakrebszentren
Der Erfassung der Ergebnisqualität über das Überleben hinaus kommt beim Prostatakrebs eine besondere Bedeutung zu, da die vier am häufigsten zur Anwendung kommenden Behandlungsstrategien (radikale Prostatektomie, perkutane Strahlentherapie, LDR- oder HDR- Brachytherapie, Active Surveillance) jeweils spezifische Nebenwirkungsmuster haben, die ihrerseits erheblich mit Versorgern und Patienten-/Erkrankungsmerkmalen kovariieren. Zahlreiche Beobachtungsstudien haben in der Vergangenheit Vor- und Nachteile der verschiedenen Strategien in Bezug auf das Überleben und auf die bedeutendsten körperlichen Nebenwirkungen Inkontinenz, erektile Dysfunktion und Darmprobleme sowie Unterschiede zwischen Behandlern untersucht. Zur Komplexität der Bewertung des Behandlungsergebnisses tragen neben den körperlichen zudem die möglichen psychischen und sozialen Auswirkungen bei, etwa die Angst vor einem Fortschreiten / eines Wiederauftretens der Erkrankung oder der Verringerung der Teilhabe am öffentlichen Leben.
Ziele der Studie: Primärziel des hier beschriebenen Projekts ist der Vergleich der Ergebnisqualität (patientenberichtet und klinisch) in den teilnehmenden, nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Prostatakrebszentren untereinander und - im zweiten Schritt - mit internationalen Vergleichszentren. Sekundäres Ziel der Studie ist die Prüfung der gewählten (und in dieser Form neuen) Methode auf potenzielle Fallstricke bei Patienteneinschluss und Repräsentativität, bei der Anwenderfreundlichkeit des Befragungstools sowie beim Datenlinkage (formative Methodenevaluation).
